Acht Tage ohne Training! Der Magen-Darm-Virus, der zuerst unseren Sohn, dann Doro, zum Schluss mich un zeitweise uns alle drei gleichzeitig heimgesucht hat, hat ganze Arbeit geleistet. Die schöne Form dürfte dahin sein und besagter Virus ist auch mit ein Grund für die lange Blog-Pause.
Wie hieß es noch mal (ich glaube im Marathontraining von Manfred Steffny)? Einen Tag ohne Training kann man nur mit zwei aufeinander folgenden Trainingstagen ausgleichen.
Das würde für mich bedeuten: Letztes Training am 30. April nach dem Kammerwaldlauf in Geichlingen (Teil der Zehn-Kilometer- und auch der Halbmarathonstrecke abgelaufen – teilweise herrlichster Wald!). Acht Tage kein Training. 9. Mai wieder der erste Lauf. Also kann ich am 25. Mai meine alte Form wieder haben. Vorausgesetzt natürlich, ich trainiere täglich!
So weit die Theorie. In der Praxis lief es heute bei meinem Trainings-Comeback einfach nur super: 12,5 Kilometer in 1:02 Stunden – und das richtig locker! Also stimmt die Theorie von den ausgefallen Trainingstagen wohl nicht so ganz. Weniger ist manchmal mehr.
Das werden die jungen Läufer, die am vergangenen Wochenende zu absoluten Vielstartern wurden, wohl öfters gehört haben. Dabei bin ich noch schuld, dass mein Schwager Dominik am Samstag erst zehn Kilometer in Mertesdorf und anschließend (rund vier Stunden später) 8,5 Kilometer in Bergweiler lief. Im vergangenen Jahr lotste ich ihn zum kleinen Kirmeslauf in die Südeifel bei Wittlich, damit er nach vielen harten Rennen ein Erfolgserlebnis hatte. Und dieses Jahr musste er – Vernunft hin oder her – seinen “Titel” verteidigen. Etwas weniger extrem trieb es die 5000-Meter-Bezirksmeisterin. Pia von Keutz’ Titelgewinn am Sonntag in Glutofen des Moselstadions war der dritte Platz am Samstag in Mertesdorf vorausgegangen. Das kann man machen, wenn man genug Grundlage hat.
Den Vogel schoss (mal wieder) Benedikt Pauly ab. Mertesdorf, Bergweiler, Bezirksmeisterschaft, niemand sonst schaffte alle drei Stationen. Was wohl der Trainer des 18-Jährigen dazu sagt?
Wie immer: sehr gut informiert! Ich hatte mich schon gefragt, was los ist. Aber das ist jetzt ja klar. Wenn du dich nach so langer Trainingspause so gut fühlst, war die sicher gar nicht das Schlechteste für dich.
Viele Grüße
Rainer